17.02.2015 Bierwirth-Einstellung schlägt hohe Wellen Druckbutton anzeigen?
Anfragen von mehreren Seiten
Von Sabine Rakitin
Eberswalde (MOZ): Die Besetzung der neu gebildeten "Kontaktstelle Asyl" unter dem Dach des Barnimer Landratsamtes mit der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Petra Bierwirth (SPD) wird Gegenstand einer Anfrage der Linken im Kreistag. Das hat Vize-Fraktionschefin Margitta Mächtig am Montag angekündigt. Außerdem wollen die Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen/ Freie Wähler Einsicht in die Akten des Auswahlverfahrens nehmen.
Hintergrund dürften Informationen von Mitarbeitern der Kreisverwaltung sein, wonach unter den 42 Bewerbern für die Stelle mehrere gewesen sein sollen, die bis zu vier Fremdsprachen sprechen und zudem über einen Migrationshintergrund verfügen. Gegenüber der MOZ hatte Sozialdezernentin Sylvia Ulonska am vergangenen Freitag hingegen betont, Petra Bierwirth sei die "kompetenteste  Bewerberin" für die Stelle gewesen.
Darüber hinaus geht es auch um die Vergütung der Stelle, die Bierwirth seit Anfang Februar inne hat. In der Ausschreibung war lediglich vermerkt, dass nach dem Tarif im öffentlichen Dienst bezahlt wird, nicht aber die Eingruppierung der Sacharbeiter-Stelle. Unter Kreistagsabgeordneten verschiedener Fraktionen wird nun vermutet, dass Bierwirth weit höher als andere Sacharbeiter in der Kreisverwaltung eingruppiert ist.
Genährt hat diese Vermutungen Landrat Bodo Ihrke (SPD) selbst, als er im nichtöffentlichen Teil der Kreistagssitzung am vergangenen Mittwoch darüber informierte, dass die Beauftragte für Integration und Migration, Marieta Böttcher, künftig auch Gleichstellungsbeauftrgte sein soll. Auf die Frage, ob dies denn angesichts der steigenden Zahl an Flüchtlingen, die in den Barnim kämen, günstig sei, antwortete Ihrke, er habe eine Stelle aus dem Landratsbereich "abgegeben". Dabei handelt es sich um die Stelle von Daniel Kurth (SPD), der in den Landtag gewählt wurde. Offiziell wurde Kurth als persönlicher Mitarbeiter des Landrats geführt.
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