Startseite In der Presse 09.10.2018 Neue Gesichter für den Landtag
21 | 10 | 2018
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Neues Deutschland: Einige LINKE-Abgeordnete treten bei der Wahl 2019 nicht wieder an / Bisher 5 von 44 Direktkandidaten nominiert

Es war knapp. Mit 41 Stimmen nominierte die LINKE am Freitag Franziska Schneider zur Direktkandidatin im Landtagswahlkreis 31. Sie also tritt am 1. September 2019 für die Partei an - in jenem Wahlkreis am südöstlichen Stadtrand von Berlin, den bei der Wahl 2014 Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) gewonnen hatte. Die 32-jährige Schneider setzte sich am Freitag durch gegen ihren 26-jährigen Mitbewerber Fritz Viertel, der 39 Stimmen erhielt.

»Die Bürger unseres Landes müssen bei Entscheidungen im Landtag stärker im Mittelpunkt stehen. Ihre Sorgen sind aufzugreifen und in konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Situation umzusetzen«, erklärte Schneider. Das sei der einzige Weg, um der unheilvollen Stimmungsmache der »Rattenfänger von Rechts Herr zu werden«, meinte die Frau, die erst Pressereferentin des Justizministers Volkmar Schöneburg war und nun Mitarbeiterin des Landtagsabgeordneten Volkmar Schöneburg ist.

Fakten

Bei der Landtagswahl 2014 war die LINKE von 27,2 auf 18,6 Prozent abgestürzt. Die SPD fiel damals leicht von 33 auf 31,9 Prozent, die CDU verbesserte sich von 18,9 auf 23 Prozent, die Grünen kamen auf 6,2 Prozent (nach 5,7 Prozent fünf Jahre zuvor), und die AfD schaffte aus dem Stand 12,2 Prozent.

Eine am 19. September 2018 veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap sieht SPD und AfD gegenwärtig mit je 23 Prozent gleichauf, die CDU mit 21 Prozent dahinter, die LINKE bei 17 Prozent, die Grünen bei 7 und die FDP bei 5.

Im brandenburgischen Landtag sitzen 88 Abgeordnete, 44 davon haben ihren Wahlkreis gewonnen, die übrigen 44 sind über die Landeslisten ihrer Parteien eingezogen.

Bei der Landtagswahl 2009 hatte die LINKE 21 Direktmandate gewonnen, nach den ersten fünf Jahren rot-roter Koalition 2014 dann nur noch fünf. af

»Schön, dass wir im Berliner Umland mit frischem Wind in der Wahlkampf starten«, freute sich Kreisparteichefin Julia Wiedemann. In Oder-Spree hat die LINKE nun schon zwei Direktkandidaten aufgestellt. Neben Franziska Schneider ist das im Wahlkreis 30 Stephan Wende, Linksfraktionschef im Stadtparlament von Fürstenwalde.

Im Wahlkreis 17 nominierte die LINKE Andreas Kutsche. Er ist Stadtparteichef in Brandenburg an der Havel. In Spree-Neiße wurde für den Wahlkreis 41 die Landtagsabgeordnete Anke Schwarzenberg aufgestellt und für den Wahlkreis 42 Birgit Kaufhold, die hier in Südbrandenburg im vergangenen Jahr für den Bundestag kandidiert hatte, es aber nicht ins Parlament schaffte.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 11. Oktober 2018 um 10:54 Uhr