Startseite In der Presse 2091 Unterstützer waren zu wenig
22 | 07 | 2018
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Neuruppiner Schüler scheitert mit Petition, Unterrichtsausfall auf dem Zeugnis zu vermerken

Neuruppin (MOZ) Für seine Forderung, Unterrichtsausfall künftig auf dem Zeugnis zu vermerken, hat der Schinkel-Gymnasiast Daniel Nottle aus Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) deutschlandweit viel Zuspruch erhalten. Dennoch ist die Petition des Schülers gescheitert. 8800?Unterstützer wären nötig gewesen, damit sich der Potsdamer Landtag womöglich mit Nottles Anliegen beschäftigt hätte. Mithilfe einer Unterschriften­aktion in der Region und über das Online-Portal „OpenPetition.de“ konnte Nottle bis zum Fristende jedoch nur 2091 Unterstützer gewinnen – davon 958 aus Brandenburg.

„Ich bin über das Ergebnis nicht enttäuscht. Mehr als 2000?Unterschriften sind besser als 100“, resümiert Nottle, der inzwischen sein Abitur abgelegt hat. Erreicht hat der 18-Jährige aber auf jeden Fall, dass das Thema Unterrichtsausfall ein Mal mehr in den Fokus gerückt wurde. Schließlich sind im Schuljahr 2016/2017 in Brandenburg rund 2,1 Prozent des Unterrichts – also etwa 255?000?Stunden – ausgefallen.

Zwar habe er sich in früheren Jahren noch über ausgefallene Stunden gefreut, sagt Nottle. Aber in der Oberstufe sei der Druck durch das nahende Abitur immer stärker geworden. Ausgefallene Stunden hätten sich somit stärker bemerkbar gemacht. Zunächst wollte Nottle eine Petition beim Bundestag einreichen. Dort aber sei er darauf verwiesen worden, dass Bildungspolitik Ländersache ist, berichtet der 18-Jährige.

In Zusammenarbeit mit „OpenPetition.de“ möchte Nottle nun prüfen, inwieweit er mit den mehr als 2000?Unterstützerunterschriften dennoch etwas beim Brandenburger Landtag erreichen kann. Mit der Landtagsabgeordneten Margitta Mächtig (Linke) habe er zu diesem Thema ebenfalls Kontakt gehabt, berichtet der Neuruppiner.

Markus Kluge/ 20.06.2018, 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 24. Juni 2018 um 14:22 Uhr