Startseite In der Presse Starthilfe für neue Sporthalle
14 | 11 | 2018
Starthilfe für neue Sporthalle PDF Druckbutton anzeigen?
Olav Schröder / 17.02.2018, 06:44 Uhr
Biesenthal (MOZ) Rund 940 000 Euro beantragt die Stadt Biesenthal für den Bau der geplanten Dreifeld-Sporthalle in der Schützenstraße. Die Mittel stammen aus dem Investitionsprogramm des Kreises für ländliche Räume.

Bei nur zwei Gegenstimmen fiel die Entscheidung zwar deutlich aus. Allerdings gab es auch Stimmen, die die Mittel eher für die Errichtung der neuen Kita eingesetzt hätten.

Das Investitionsprogramms umfasst insgesamt zehn Millionen Euro für die ländlichen Räume im Barnim. Sie sind Teil der liquiden Mittel in Höhe von insgesamt 77 Millionen Euro, die der Landkreis zur Entwicklung der Infrastruktur im Barnim einsetzt. Anfang Dezember hatte der Kreistag das Investitionsprogramm für den ländlichen Raum beschlossen. Die Anträge hierfür müssen bis zum 28. Februar beim Landkreis gestellt werden.

Für den Biesenthal-Barnimer Amtsbereich stehen insgesamt zwei Millionen Euro zur Verfügung, so Amtsdirektor André Nedlin. Auf die Stadt Biesenthal entfallen anteilsmäßig knapp 940000 Euro. Auf Vorschlag der Amtsverwaltung sollte dieses Geld für den Bau der Dreifeldsporthalle genutzt werden. Die Gesamtkosten für die Halle werden derzeit mit etwa 4,8 Millionen Euro veranschlagt. Die Stadt müsste für den Neubau somit nur noch 3,8 Millionen Euro an Eigenmitteln aufbringen.

Für die nächsten Jahre hat sich Biesenthal allerdings mit dem Bau der Sporthalle und einer neuen Kita die Realisierung von zwei großen Projekten vorgenommen. Dirk Siebenmorgen (Linke) sprach sich dafür aus, die Mittel besser für den Bau der Kita zu nutzen. Die Diskussion um die Sporthalle sei noch nicht abgeschlossen, insbesondere mit Blick auf die Folgekosten, die der Betrieb der Sporthalle alljährlich mit sich bringe. Mit dem Vorschlag spreche er sich nicht gegen den Sporthallenbau aus. Doch als über die Halle schon diskutiert wurde, sei die Notwendigkeit eines Kita-Neubaus noch gar nicht absehbar gewesen, so Siebenmorgen.

Heike Müller (Bündnis 90/Grüne) vermisst zudem einen Grundsatzbeschluss zum Bau der Sporthalle. Die Beschlüsse zur Planung der Hallen hätten vor allem das Ziel gehabt, die Kosten für dieses Bauvorhaben zu ermitteln.

Die Einwände stießen bei Andreas Jahn (CDU/Pro Danewitz) auf Unverständnis. Die Vorarbeiten für den Bau der Halle seien relativ weit fortgeschritten, seit 2014 werde darüber diskutiert, die Anfangsplanungen lägen vor.

Weder Kita noch Sporthalle stehen in Frage, unterstrich Bürgermeister Carsten Bruch (CDU). Allerdings gebe es für die Kita noch viele offene Fragen, beispielsweise, ob die Kita ein- oder zweigeschossig werden soll, auch müssten noch vertragliche Regelungen vorgenommen werden. Für eine Antragstellung beim Kreis reichten die Unterlagen somit noch nicht aus. Margitta Mächtig (Linke) sprach sich für die Verlässlichkeit der Entscheidungen aus. Sowohl über die Kita als auch über die Sporthalle sei zu reden, kommunale Entscheidungen sollten aber nicht ausgebremst werden. Für die SPD hielt Jörg Weprajetzky fest, das die Sporthalle schlichtweg gebraucht werde.

Amtsdirektor André Nedlin wies darauf hin, dass auch die Finanzierung der Kita durch die Fördermittel für die Sporthalle erleichtert werde. Werde aber bis zum 28. Februar kein Antrag gestellt, verfalle das Geld für Biesenthal und werde anderen Kommunen zugeschlagen.

Mit großer Mehrheit sprachen sich die Stadtverordneten schließlich für die Beantragung der Investmittel für die Sporthalle aus.