Startseite Aus meinem Tagebuch 15.11.2017 Schwer zu ertragen
13 | 12 | 2017
15.11.2017 Schwer zu ertragen PDF Druckbutton anzeigen?

Was passiert in unserem Land, in dieser Republik, in unseren Parlamenten?
Warum greift Demagogie so erfolgreich um sich?
Wann und warum wurde Populismus zur akzeptierten Methode von Politik?
Alle Zahlen sagen, dass das Land Brandenburg, dank guter Steuereinnahmen, eine gute Entwicklung nimmt:
* die Wirtschaftskraft der Unternehmen ist gestiegen (um3,3 %von 2015 zu 2016)
* die durchschnittlichen Einkommen sind gestiegen (2016 auf 3.215 Euro)
* die Arbeitslosigkeit liegt mit einer Quote von 6,4 % auf einem historischen Tiefpunkt seit der Wiedergründung des Landes Brandenburg (noch 2016 8%)
* die Anzahl der Polizistinnen und Polizisten (8049), Lehrerinnen und Lehrern, Kitaerzieherinnen und Kitaerzieher im Land ist gestiegen
*auch die Ausbildungszahlen nehmen im Land zu.

In der politischen Auseinandersetzung zeichnen die politischen Gegner der Landesregierung ein Bild von Brandenburg, welches kaum Entwicklungschancen und- potenziale  hat und in dem die Brandenburgerinnen und Brandenburger eher dahin leiden als leben.
Und umso lauter sie es sagen, umso schlechter fühlen sich die Menschen, egal, wie es ihnen tatsächlich geht.
Zwar ist Politik nicht für den Wohlfühlgrad des Einzelnen zuständig, was aber zurzeit in Deutschland /Brandenburg  passiert, kann zur Zerstörung dieses Landes führen.

Aber, dieses permanente Schlechtreden des Tatsächlichen, dieser Versuch zu vermitteln, alles stände kurz vor dem gesellschaftlichen Kollaps, führt zu dem Wunsch einer stärkeren Führung der Gesellschaft, einer starken Hand.
Und die ersten formulieren es bereits.

Ich weiß nicht, ob es am zeitlichen Abstand liegt, dass vergessen wird, wohin  autoritäre Systeme führen können.
Ich weiß auch nicht, ob dieses Schlechtreden zur Verbesserung der Lebenssituation  des Einzelnen führt.

Aber eins scheint mir sicher zu sein: es hilft nicht, die vor uns stehenden Aufgaben zu erfüllen. Und wir haben massig Aufgaben vor uns.
Noch immer ist das Lohnniveau unzureichend, damit alle Arbeitenden auch ohne Aufstockungsleistungen des Arbeitsamtes oder Zweit- und Drittjobs wirklich leben können.
Noch immer gibt es zu viele Zeitarbeitsplätze.
Hier muss weiter Druck auf die Bundesregierung, egal welcher Farbzusammensetzung, gemacht werden.

Wir müssen uns aber auch um die Sicherung einer nachhaltigen Landwirtschaft und Umweltpolitik kümmern. Mit der Umgestaltung der Lausitz steht eine Mammutaufgabe vor Brandenburg und Sachsen.
Auch  zahlreiche Straßen, Brücken und Wege bedürfen einer Reparatur oder grundhaften Sanierung.
Und für die Absicherung künftiger Fachkräfte in Kitas, Schulen, Unternehmen, Verwaltungen, Gesundheit und Pflege – um nur einige Bereiche zu nennen – gibt es noch eine Menge zu tun.

Wie kann es gelingen, in unserer Gesellschaft wieder ein Klima zu entwickeln, dass sich Viele verantwortlich fühlen, für dass, was im Hier und Heute, in unserem Leben geschieht?

Wie kann es gelingen, dass nicht gewartet wird, ob der Nachbar etwas tut oder der Herr „Mann müsste mal“ endlich die Probleme aus dem Weg räumt, um die man sich zwar selbst kümmern könnte?

Wie kann es gelingen, dass sich Menschen statt sich auf den Straßen und an den Stamm- und Küchentischen zu beklagen, dass keiner was tut, wieder raus gehen und sich selbst engagieren und sich für ihr Umfeld und ihre Nachbarn verantwortlich fühlen?