Startseite Aus meinem Tagebuch 19. August- auf nach Wittstock
13 | 12 | 2017
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Heute ging es zum traditionellen Sommerfest nach Wittstock. Wie immer mit Musik, Informationen, Talkrunde, Essen und Trinken und meiner Sprechstunde unter freiem Himmel. Und ich hatte noch nicht fertig aufgebaut, da kamen bereits die ersten Gesprächspartner. Die Themen waren vielfältig. Da ging es um ungleiche Löhne in der Gedenkstättenstiftung des Landes, um die Vorbereitung der LAGA

in der Stadt, und vor allem um die Verwaltungs- und Kreisstrukturreform. Dabei zeigte mir ein Mitglied des Kreistages OPR Beschlussentwürfe, die durch die Verwaltungen für die nächsten Kreistagssitzungen vorbereitet wurden. Mit diesen Anträgen w(s)ollen die Kreistage das Land auffordern,  mit der Reform sicherzustellen, dass gleichberechtigte Verwaltungseinheiten in beiden (dann Alt-)Kreisen errichtet werden. Abgesehen davon, dass die Verwaltungsstruktur innerhalb eines Landkreises eine kommunale Entscheidung ist, ist eine solche pauschale Forderung kontraproduktiv für die Zukunft. So haben wir uns also darüber unterhalten, was tatsächlich für einen gemeinsamen Landkreis im Nordosten unseres Landes erforderlich ist. Natürlich waren wir uns schnell einig, dass es in einem so großen (neuen) Landkreis mit 4.665,16 Quadratkilometern und etwa 176.700 Einwohnerinnen und Einwohnern in 49 Gemeinden dezentrale Dienstleistungsangebote für die Bürgerinnen und Bürger geben muss. Insbesondere geht es dabei um Leistungen der Grundsicherungs-, Sozial-, Jugendämter ebenso wie der Melde- und KFZ-Zulassungsämter. Auch das Bauamt sollte wegen der notwendigen Ortskenntnis und der notwendigen Aktivitäten vor Ort in beiden Verwaltungsstandorten Ansprechpartner sein. Zugleich gibt es jedoch auch zahlreiche administrative Aufgaben, die die Landkreise als untere Landesbehörde oder als Aufgaben nach Weisung zu erfüllen haben. Dafür braucht es keine Dezentralität der Verwaltung. Solche sachlichen Gespräche sind mir tausendmal lieber als Pauschalbeurteilungen ohne sich wirklich Gedanken zu machen. So diskutierten wir auch die Frage, wo werden den junge gut ausgebildete Verwaltungsfachleute lieber arbeiten, in einer Stadt mit Metropolenanbindung oder ohne und wo werden sie besser verdienen können, in kleinen oder großen Verwaltungen? Einig waren wir uns auch darüber, dass wir uns viel mehr Gedanken machen müssen, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den sich verändernden Arbeitsbedingungen zurechtkommen können. Also es bleibt noch viel zu tun! Nach 2 Staus, einem Unfall (aber Gott sei Dank nicht selbst) und 9 Stunden begann am Samstagabend dann endlich das Wochenende.

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 07. September 2017 um 09:06 Uhr