Startseite Archiv 2008 - 2009
16 | 11 | 2018
Verkehrswacht will sich stärker für Kinder und Senioren engagieren PDF Druckbutton anzeigen?

Die Brandenburger Verkehrswacht will sich noch stärker für die Sicherheit älterer Verkehrsteilnehmer einsetzen. Das seit zwei Jahren laufende Programm für Senioren im Straßenverkehr solle künftig unter anderem verstärkt in

Altenheimen angeboten werden, sagte die Präsidentin der Landesverkehrswacht, Anita Tack, am Samstag am Rande der traditionellen Herbst-Arbeitstagung des Verbandes in Bergholz-Rehbrücke (Potsdam-Mittelmark). Zweites Hauptthema der Zusammenkunft war demnach die Senkung des Unfallrisikos von Kindern, das in Brandenburg den Angaben zufolge höher liegt als in anderen Bundesländern. Älteren Brandenburgern sollten verstärkt spezielle Fahrradfahrer-Schulungen angeboten werden, sagte Tack, die zugleich Verkehrsexpertin der Linksfraktion im Brandenburger Landtag ist. Senioren entdeckten zunehmend das Fahrrad als Fortbewegungsmittel wieder. "Vielen fehlt aber die Übung." Tack verwies zugleich darauf, dass sich ältere Menschen bei Stürzen häufig schwerer verletzten als jüngere. Die Verkehrswacht veranstaltet zudem Seminare für ältere Menschen, in denen es um die Nutzung von Bus und Bahn, um das Verhalten als Fußgänger und um sicheres Autofahren geht. Tack warnte zugleich vor der Lücken bei der Radfahrausbildung von Schülern. Durch Personalabbau bei der Polizei werde es zunehmend schwieriger, diesen Unterricht zu besetzen. Kinder in Brandenburg legen in der 4. Klasse Fahrradprüfungen ab, denen eine Ausbildung in der Schule vorausgeht. Die ehrenamtlich arbeitende Verkehrswacht mit landesweit rund 650 Mitgliedern könne diese Ausbildung allein nicht absichern, sagte Tack.