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23 | 05 | 2018
Die Windkraft ist für einen Ausstieg aus der Braunkohle unverzichtbar! PDF Druckbutton anzeigen?
Aus Sicht der LINKEN ist das Anliegen der Volksinitiative nicht die Verhinderung der Windkraftnutzung an Sich, sondern richtet sind vor allem an die seit Jahren verfehlte Energiepolitik bzw. katastrophale Diskussion um die neue Energiestrategie der Landesregierung, die in wesentlichen Fragen heillos zerstritten scheint. Gleiches gilt auch für die bisher geradezu haarsträubende Kommunikation von Strategieentwürfen in der Öffentlichkeit. Deshalb nimmt die Linksfraktion die Bedenken bzw. Argumente der geplanten neuen Volksinitiative sehr ernst.
Von der Landesregierung fordern wir:
eine breit angelegte "Informationskampagne zum sich vollziehenden Klimawandel und dessen sich schon abzeichnenden Folgen für Brandenburg". Es müssen alle Möglichkeiten genutzt werden, den steigenden Ausstoß von klimaschädlichen Gasen insbesondere von CO2 zu stoppen bzw. schrittweise zu senken.
eine ehrliche "Akzeptanzkampagne für erneuerbare Energien", die auf einer realistischen Potenzialanalyse aller Formen regenerativer Energien in Brandenburg basiert und damit Schluss macht mit der bisherigen geradezu unsäglichen Diskussion z. B. über "vollkommene Verspargelung der Landschaft" oder "drohender Hungersnot durch Energiepflanzenanbau".
Für die LINKE ist die Windkraft ein unabdingbarer Bestandteil der erneuerbaren Energien. Auf den wachsenden Einsatz dieser zukunftsfähigen Energieträger setzt die LINKE beim schrittweisen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung bis 2050. Damit können Braunkohle und andere fossile Energieträger schließlich ersetzt werden. Denn während wir bei der Windkraft um ausreichende Abstandsflächen zu Siedlungen kämpfen, würden neue Braunkohletagebaue die Umsiedlung von etwa 3700 Menschen in der Lausitz erfordern.
Eine Leistungssteigerung bei der Windenergiegewinnung ist durch die bessere Ausnutzung bestehender Windparks mit neuen bis zu sechs Megawatt starken Anlagen und Repowering möglich. Aber auch die Prüfung der Ausweitung von neuen Windeignungsgebieten auf ehemalige versiegelte Liegenschaften und Flächen, die noch dem Bund gehören,ist für DIE LINKE denkbar. Dabei sind aber die Abstände der Windkraftanlagen zu Wohn- und Naturschutzgebieten für entsprechende Genehmigungen genau zu prüfen.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 28. November 2008 um 09:19 Uhr