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20 | 07 | 2019
Arbeitslosigkeit wird drastisch steigen PDF Druckbutton anzeigen?
"Die OECD bestätigt unsere Befürchtungen. Die Arbeitslosigkeit wird drastisch steigen, in Deutschland stärker
 als in anderen Industriestaaten. Das ist das Ergebnis der Politik der Bundesregierung", kommentiert Herbert
Schui eine aktuelle Prognose der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD),
wonach für Deutschland Ende 2010 mit einer Arbeitslosenquote von 11,8 Prozent zu rechnen ist.
Der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE erklärt weiter: "Angesichts solcher Prognosen wäre es
 kompletter Unsinn, die Konjunkturpolitik jetzt auslaufen zu lassen. Wir brauchen im Gegenteil ein weiteres
Konjunkturprogramm, das die Mängel im Gesundheits- und Bildungssystem beseitigt und zusätzliche
 öffentliche Beschäftigung schafft. Vorfinanziert werden müsste es kurzfristig über Defizite, dann sollte es
jedoch zügig durch höhere Steuern auf Gewinne und Millionenvermögen bezahlt werden.
Bereits jetzt ist die Lage am Arbeitsmarkt schon deutlich schlimmer als in der amtlichen Statistik ausgewiesen.
 Die verdeckte Arbeitslosigkeit beträgt 1,1 Millionen. Aufgrund von Ein-Euro-Jobs, 58er-Regelung und
 Maßnahmen der Qualifizierung und Weiterbildung werden diese Menschen nicht zu den Arbeitslosen gezählt.
Hinzu kommt eine stille Reserve von 481.000 Menschen, die Arbeit suchen würden, wenn es sie gäbe.
Die 1,4 Millionen Kurzarbeiter mussten ihre Arbeit im Umfang von 500.000 Vollzeitstellen reduzieren.
Die Unterbeschäftigung in unserer Gesellschaft hat skandalöse Ausmaße. Nur öffentliche Programme
können daran etwas ändern."