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24 | 07 | 2019
Lamento über fehlerhafte Rentenberechnungen lenkt vom eigentlichen Problem ab PDF Druckbutton anzeigen?
"Politiker, die heute lauthals über fehlerhafte Rentenberechnungen klagen, sollten sich lieber an die eigene
Nase fassen. Wirklich überfordert sind nicht die Mitarbeiter der Rentenversicherung, sondern jene Politiker,
die das Tohuwabohu im Rentenrecht überhaupt erst beschlossen haben", erklärt der rentenpolitische
Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Volker Schneider, zu diesbezüglichen
Medienberichten. Schneider weiter:
"Das wirklich Verrückte ist, dass das Rentenrecht zwar dauernd geändert wird, die Renterinnen und Rentner
aber nicht mehr Geld bekommen. Das jetzige Lamento über fehlerhafte Rentenberechnungen lenkt vom
eigentlichen Problem ab: Der Wertverfall der Nettorenten schreitet beständig voran, da die Politik beschlossen
hat, dass das Leistungsniveau der Gesetzlichen Rente kontinuierlich sinken soll. Das ist der eigentliche
rentenpolitische Skandal der letzten Jahre, über den die Politik aber nicht sprechen möchte.
In der Rentenpolitik geht es nicht um technische Detailprobleme, sondern um einen grundsätzlichen Wechsel.
Wenn wir verhindern wollen, dass die Altersarmut in den nächsten Jahren massiv steigt, muss die Rente
wieder den Löhnen folgen. Dazu müssen die Dämpfungsfaktoren aus der Rentenanpassungsformel entfernt
werden. Das Ziel der Rentenpolitik muss wieder sein, Beschäftigte und Rentner sollen zu gleichen Teilen am
wirtschaftlichen Zuwachs teilhaben zu lassen."