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24 | 07 | 2019
10.09.2009 Ein echter Wahlkampftag PDF Druckbutton anzeigen?

Heute hatte ich drei Termine, die ausschließlich vom Wahlkampf geprägt waren. Zunächst im Arbeitslosenzentrum Eberswalde, anschließend im Meistersaal der Kreishandwerkerschaft auf Einladung der Akademie 2. Lebenshälfte und zum dritten in der Aula der Fachhochschule Eberswalde auf Einladung des Vereins Lokale Agenda 21 Eberswalde.

Im Arbeitslosenzentrum sprach ich mit jungen Leuten über ihre Lebenssituation und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Sehr schnell wurde deutlich, dass ohne wirkliche Hilfe und Beachtung der besonderen Situation jedes Einzelnen diese Frauen und Männer keine Chance haben werden, in den ersten Arbeitsmarkt einzusteigen und die Gefahr einer dauerhaften Alimentierung besteht. Wütend macht mich, wenn alle übereinstimmend erzählen, dass sie keinerlei wirkliche Hilfe durch ihre Sachbearbeiter im Jobcenter erhalten, sondern lediglich statistisch betreut werden. Sowohl die neue Landes-, als auch die neue Bundesregierung muss dringend hier Änderungen herbeiführen.

Zu einer klassischen Wahlveranstaltung hatte die Akademie 2. Lebenshälfte eingeladen. So waren 7 Kandidaten anwesend und wir stellten uns gemeinsam den Fragen der ca. 30 Anwesenden. Dass wir dabei wieder ganz schnell beim Thema Bildung landeten, unterstrich die von mir benannte Misere. Aber auch Fragen zum Umgang mit der älteren Generation, ihren Erfahrungen, Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten spielten eine große Rolle. Und wie immer stritten wir um die Frage ob Bürgergeld oder Mindestlohn die soziale Schieflage im Land beseitigen könnten.

 

 

 

 
Und am Abend hatte die Lokale AGENDA 21 Eberswalde in die Fachhochschule eingeladen. Aber bis auf die Wahlkämpfer und Kandidaten hatten sich wohl nur einige (sehr) wenige an diesem Abend dahin verirrt. Auf der Suche nach der Frage WARUM, hoffte ich, dass es das Fernsehprogramm war, welches auf zwei Sendern Wahlforen mit den Spitzenpolitikern der Parteien im Bundestag anbot. Und wenn ich Politik im Wohnzimmer haben kann, warum dann den Weg in die Nacht.
Ich hoffe, dass es nicht die politische Resignation oder gar Desinteresse ist. Aber wir, ich wissen es nicht.

 


Die Fragen gingen von "Warum wollen Sie in den Landtag" über "Wie ehrlich ist Politik" bis hin zu "Wie wollen Sie die Kleinunternehmer besser unterstützen, dass sie finanziell sicherer gestellt werden und sie Auszubildende finden, die rechnen, schreiben und lesen können?"

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. September 2009 um 06:52 Uhr